Welche Ideen und Impulse braucht es, um Diversität in der musikalischen Bildung zu fördern? Welche Rolle kann musikkulturelle Vielfalt im Kontext von Migrations- und Integrationsprozessen einnehmen? Welche Bedeutung hat diese Vielfalt für die Identitätsentwicklung und eine gelingende Einwanderungsgesellschaft?

 

Migration ist in Deutschland keine vereinzelte Ausnahme, sondern seit Generationen Normalität. Migrant*innen bringen ihre jeweils eigenen (Musik)kulturen mit. Doch inwiefern spiegeln sich demographischer Wandel, Migrations- und Fluchtbewegungen in der Musiklandschaft und der musikkulturellen Bildung wider? 

 

Hier setzt das musikpädagogische Konzept von Bridges - Musik verbindet an. Denn die Musik der Herkunftsländer findet im schulischen Musikunterricht, an Musikschulen und Bildungseinrichtungen wenig Platz.
Mit dem großen Schatz der Bridges-Musiker*innen aus den unterschiedlichsten Musikkulturen möchten wir dies über musikpädagogische Projekte mit unseren Kooperationspartnern verwirklichen.


“Bridges im Klassenzimmer” ein Projekt von Bridges - Musik verbindet in Kooperation mit der  Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und der con moto foundation

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. Schilling-Sandvoss, Professorin für Musikpädagogik und Dekanin des Fachbereich 2 (Lehrämter, Wissenschaft und Komposition) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt, fand ein einsemestriges Seminar mit den o.g. Lehrinhalten statt. Das Seminar richtete sich an Lehramtsstudierende aller Schulformen, war aber auch offen für Studierende anderer Musikstudiengänge.

In wöchentlichen Seminarstunden beschäftigten sich die Studierenden zunächst theoretisch mit interkultureller Musikpädagogik und entwickelten gemeinsam mit sechs Musikern von Bridges - Musik verbindet Unterrichtsstunden zu den Themen afghanische Musik, Flamenco und arabische Musik. Die Unterrichtsstunden wurden jeweils an drei Frankfurter Schulen gehalten.

Die Bridges-Musiker waren jeweils als Zweierteam aktiv in die Unterrichtsstunden eingebunden - zum einen als Künstler, die den jeweiligen Musikstil live vorspielten, zum anderen als Experten für den jeweiligen Stil sowie zu den Instrumenten, wozu sie u.a. Fragen beantworteten.

Mit der hohen Diversität in den Schulklassen herrscht ein großer Bekanntheitsgrad der arabischen Musik und ihrer Instrumente, aber auch der anderen vorgestellten Musikstile.

“Bridges im Klassenzimmer” wird im Sommersemester 2019 an der HfMdK Frankfurt weitergeführt und durch die con moto foundation finanziert.


CROSSING ROADS I

 

Im Rahmen der Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main

Das Projekt fand von August bis November 2017  statt und endete mit einer Aufführung am 23.11.2017 mit einer Aufführung im Mozartsaal der Alten Oper

 

Jugendliche der Bettinaschule Frankfurt realisieren gemeinsam mit geflüchteten Musikern aus Syrien, dem Iran und Sudan sowie weiteren Mitgliedern der Frankfurter Initiative »Bridges – Musik verbindet«, ein facettenreiches Programm verschiedener Klangkonzepte: Ergebnisse gemeinsamer Arbeitsphasen und interkultureller, musikalischer Begegnungen – mit ästhetisch-sozialem Zukunftspotenzial.

 

Beteiligte:

Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b der Bettinaschule

Musiker*innen von Bridges - Musik verbindet:

Leana Alkema (Violoncello und Gesang), Abbass Anour (Rap), Mustafa Kakour (Oud und Perkussion), Rainer Michel (Filmkomposition), Sina Sadeghpour (Klarinette und Komposition), Markus Wach (Kontrabass)

Absolventen der Internationalen Ensemble Modern Akademie: Alexander Hadjiev (Fagott), Delphine Roche (Flöte)