Orchesterkultur neu interpretiert

Das transkulturelle Bridges-Kammerorchester vereint 25 Musiker*innen aus aller Welt. Wir fördern die deutsche Orchesterkultur in Zusammenführung mit migrantischer Musikkultur.

Das Bridges-Kammerorchester

Das Bridges-Kammerorchester vereint seit Herbst 2019 freiberufliche Musiker*innen und ihre Instrumente aus Orient und Okzident, Fernost und Lateinamerika. Die Mitglieder sind Expert*innen für europäische Klassik, klassische arabische wie persische Musik, Jazz, osteuropäische Folklore und zeitgenössische Musik. Einzigartig ist, dass die  Orchestermitglieder in Co-kreativen Prozessen einen Großteil des Repertoires selbst komponieren und arrangieren und über die Programmauswahl entscheiden. So entwickelt das Orchester Ideen für Musikstücke, die Mehrfachidentitäten hörbar machen und zeigen, wie die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen zusammenwachsen kann, ohne dass die oder der Einzelne ihre oder seine Identität aufgeben muss. In unseren transkulturellen Stücken präsentiert sich Kultur, Identität und Zugehörigkeit gesellschaftlich wie musikalisch als fließender, ineinandergreifender Prozess. So prägen wir einen Musikstil, der die Diversität der in Deutschland lebenden Gesellschaft hörbar macht und sind damit Vorreiter*innen einer neuen und zeitgemäßen transkulturellen Klangsprache, die zur heutigen heterogenen Gesellschaft passt.

Mit „The Power  of  the  Arts“ erhielt das Bridges-Kammerorchester 2019 als bundesweites Leuchtturmprojekt für gelebte Diversität und Integration auf Augenhöhe einen der höchst-dotieren Kulturförderpreise Deutschlands. Für sein Debut-Album „Identigration“, das in Ko-Produktion mit hr2-kultur erschienen ist, erhielt das Kammerorchester den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2021  in der Kategorie Grenzgänge. Die Preisverleihung verdeutlicht die Relevanz unserer Klangsprache und zeichnet unsere künstlerische Arbeit bereits mit dem ersten Album aus.  

Das Bridges-Kammerorchester und dessen Mitglieder werden deutschland- und europaweit als Expert*innen für die Entwicklung eines progressiven, transkulturellen Musikstils angefragt.

Neben unseren Eigenkompositionen vergeben wir auch Kompositionsaufträge an Komponist*innen unterschiedlichster Stilrichtungen. Bisherige Gastkomponist*innen waren u.a.: Majid Derakhshani, Jonas Krischke, Daniel Osorio, Khadicha Zeynalova.

Das Bridges-Kammerorchester arbeitet mit wechselnden Gastdirigent*innen zusammen, u.a. mit: Bar Avni, Leo Hussein, Gregor A. Mayrhofer, Corinna Niemeyer, Eva Pons, Harish Shankar, Nabil Shehata, Martin Wettges, Yalda Zamani.

Unsere Förderer